Vom Interesse zur Baustelle: So gelingt der Einstieg in den 3D-Gebäudedruck wirklich
- thomasliebhardt
- vor 14 Stunden
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Der 3D-Gebäudedruck stößt bei vielen Bauunternehmen auf großes Interesse. Gleichzeitig bringt der Einstieg ganz konkrete Fragen mit sich.
Ist ein geplantes Gebäude überhaupt für den 3D-Druck geeignet? Wie verändern sich Planung und Genehmigung? Welche verändern sich Bauzeit, Kosten und Abläufe auf der Baustelle? Und wie viel eigene Erfahrung ist notwendig, um richtig starten zu können?
Der Einstieg beginnt genau an diesem Punkt. Nicht in theoretischen Diskussionen, sondern im direkten Austausch mit unseren erfahrenen Fachberatern. Vom ersten Kontakt an begleiten sie durch den gesamten Prozess, beantworten Fragen und sorgen dafür, dass aus ersten Ideen reale Bauprojekte werden – und damit auch der Grundstein für den erfolgreichen Einstieg in den 3D-Gebäudedruck gelegt wird.

Es geht nicht nur um Technik, sondern um Integration
Ein häufiger Irrtum besteht darin, den 3D-Gebäudedruck in erster Linie als rein technische Innovation zu betrachten. In der Praxis entscheidet jedoch nicht die Technologie allein über den Erfolg, sondern ihre Integration in bestehende Planungs- und Baustellenprozesse.
Der Einstieg in den 3D-Druck ist immer auch ein Veränderungsprozess. Rollen verschieben sich, Abläufe werden angepasst, und auch die Planung muss angepasst werden. Deshalb gibt es vorab einiges zu klären. Erfolgreiche Projekte zeigen, dass eine frühzeitige Abstimmung von Planung, Materialien und Abhängigkeiten entscheidend ist. Erst dadurch wird aus einer neuen Bauweise ein strukturierter und planbarer Prozess.
Wie der Einstieg in der Praxis tatsächlich abläuft
In den meisten Fällen beginnt der Einstieg entlang eines konkreten Bauvorhabens. Viele Bauunternehmen kommen bereits mit einem Projekt auf uns zu, das sie im 3D-Druck umsetzen möchten. Auf dieser Grundlage lässt sich direkt gemeinsam in die Details einsteigen. Über unseren Grundlagenermittlungsservice prüfen wir gemeinsam die grundsätzliche Eignung des Vorhabens.
Wir analysieren das Grundstück und seine Rahmenbedingungen, den aktuellen Planungsstand, Grundrisse und Bemaßungen sowie mögliche logistische Herausforderungen auf der Baustelle. Auch der geplante Bauablauf wird berücksichtigt.
Auf dieser Basis beraten wir, ob Anpassungen notwendig sind. Vor allem klären wir zwei zentrale Fragen: Lässt sich das Gebäude technisch drucken? Und ist es wirtschaftlich und architektonisch sinnvoll, dies zu tun? Diese realistische Einschätzung bildet die Grundlage für alle weiteren Schritte.

Druckgerechte Planung und Genehmigung
Ist das Projekt geeignet, folgt die druckgerechte Planung. Gemeinsam mit den beteiligten Planern werden bei Bedarf Details angepasst und die notwendigen Schritte in die Bauablaufplanung integriert. Gleichzeitig unterstützen wir mit unserer Erfahrung auch im Genehmigungsprozess.
Da unsere 3D-Drucklösung materialoffen ist, wählen wir gemeinsam den passenden 3D-druckfähigen Baustoff aus. So können Materialkosten und -performance gezielt auf die Anforderungen des Projekts abgestimmt werden.
Das passende System auswählen
Parallel dazu wird die Entscheidung für das 3D-Drucksystem getroffen. Gemeinsam definieren wir die passende Konfiguration des modularen Druckers und stellen das geeignete System für Silo und Mischpumpe zusammen. So entsteht eine Lösung, die auf das jeweilige Projekt zugeschnitten ist und alle Voraussetzungen für den erfolgreichen Start bietet. Dabei bieten wir das komplette System aus einer Hand an und ergänzen es für eine einfachere Nutzung um unser sensorgestütztes Assistenzsystem 3D MATCONTROL.
Schulung und Training
Im nächsten Schritt wird das Team auf die Arbeit mit dem 3D-Drucksystem vorbereitet.
Die Schulung kann am PERI Hauptsitz in Weißenhorn oder direkt auf der Baustelle stattfinden. Innerhalb weniger Wochen vermitteln wir nicht nur die Bedienung des Systems, sondern auch ein fundiertes Prozessverständnis, Grundlagen der Qualitätssicherung und den Umgang mit typischen Projektsituationen. Erfahrung im 3D-Druck ist dafür nicht nötig. Eine Ausbildung als Maurer oder Betonbauer reicht vollkommen aus. Entscheidend ist praktisches Baustellenverständnis.
Das erste Projekt umsetzen – gemeinsam
Beim ersten Projekt erfolgt die Umsetzung in der Regel mit Unterstützung eines Supervisors von PERI 3D Construction. Dieser begleitet Aufbau, Druckprozess und Abbau direkt vor Ort. Er stellt sicher, dass die Abläufe reibungslos funktionieren, beantwortet technische Fragen und ergänzt die Schulungsinhalte durch praktische Erfahrung. Danach sind Unternehmen eigenständig in der Lage 3D-Druckprojekte umzusetzen. Bei Bedarf unterstützen wir partnerschaftlich entlang der kompletten Prozesse, auch bei Folgeprojekten.
Die ersten Schritte im 3D-Gebäudedruck – kompakt zusammengefasst
Grundlagenermittlung:
Prüfung der grundsätzlichen Eignung des Projekts (Grundrisse, Bemaßung, Logistik).
Druckgerechte Planung & Genehmigung:
Integration von Material, Schnittstellen und Abläufen in die bestehende Projektstruktur.
Team vorbereiten & schulen:
Aufbau von Know-how im Team durch strukturierte Schulungen – oft auch direkt auf der Baustelle.
Erstes Projekt begleitet umsetzen:
Unterstützung während der Umsetzung, um Abläufe zu stabilisieren, Fragen zu klären und Qualität sicherzustellen.
Erfahrung nutzen & weiterdenken:
Auswertung der ersten Erfahrungen als Grundlage für weitere Projekte mit PERI 3D Construction an deiner Seite.
Die Rolle eines starken Partners
Der Einstieg in eine neue Bauweise erfordert Erfahrung in Planung und Umsetzung. Als einer der erfahrensten Partner im 3D-Gebäudedruck verfügen wir über umfassende Projekterfahrung und bringen als Teil der PERI Gruppe die gewohnte Expertise und höchsten Qualitätsansprüche mit.
Unser Anspruch ist klar: Unsere Kunden sollen mit unseren Lösungen von Beginn an erfolgreich im 3D-Druckverfahren arbeiten können. Deshalb begleiten wir von der ersten Beratung bis zum Abschluss des ersten 3D-Druckprojekts und gerne auch darüber hinaus. Wir unterstützen mit Fachwissen, praktischer Expertise und der passenden Systemlösung, damit die Vorteile des 3D-Gebäudedrucks konkret nutzbar werden.

Fazit
3D-Gebäudedruck ist heute für innovative Bauunternehmen erfolgreich nutzbar. Beim Einstieg in den 3D-Druck profitieren Unternehmen von unserer Erfahrung, dem durchdachten Drucksystem und unseren ausgefeilten Prozessen, die die ersten Schritte sinnvoll gestalten. So wird der Einstieg in eine neue Bauweise transparent, planbar und damit auch erfolgreich.



